Die Anfänge von ROKSTA gehen auf eine 2-Mann-Band names KAHUNA zurück. Zusammen mit einen guten Freund hatte ich zuvor ca. 2 Jahre Gitarrenunterricht in der “Musikfabrik Greifswald” genommen. Da wir mit der Zeit keine Lust hatten “mixolydische Moll-Skalen” und “Pentatonische Tonleitern” zu lernen, entschlossen wir uns 1998 den Unterricht zu verlassen. Schließlich braucht man diesen Schrott zum Rocken nicht! Ein Power-Akkord reicht vollkommen aus! Ein Proberaum wurde aufgebaut und ein Schlagzeug gekauft. Ich nahm hinter den Fellen platz, während mein Kollege die Gitarre bearbeitete. Im Sommer wurde konsequent geprobt, und so entstanden neben den obligatorischen Cover-Versionen schnell eigene Songs. Die Freude am Proben mit anschließender (kurzzeitiger) Taubheit währte nur 3 Monate, da der Lärmpegel für die Nachbarn bei 120 Dezibel lag, und wir somit den Proberaum nicht mehr nutzen konnten. Desweiteren führten die Pläne des Gitarristen für einen 1-jährigen Aufenthalt in den US und A zu einem endgültigen Ende von KAHUNA. Das Unheil mit ROKSTA nahm seinen Lauf, als ich gegen Ende des Jahres 1999 nicht so recht wußte, was ich mit meinem Überbrückungsgeld von 1500 DM anfangen soll. Nachdem “KAHUNA” nun Geschichte war, hatte ich ein paar eigene Songs geschrieben und wollte diese halbwegs professionell aufnehmen. Schnell wurde ein Tonstudio in Greifswald gefunden. Dieses war zwar hauptsächlich auf Radioprodukionen und Techno-Musik (Stichwort: “put your hands up in the air!”) spezialisiert, dennoch war man bereit, meine Songs aufzunehmen und zu mischen. So entstand im Frühjahr 2000 das erste Demo “Tinnitus Demos”, welches vier Lieder auf einer Kassette beinhaltete. Wie nicht anders zu erwarten, schlug sich die Unerfahrenheit bei Songschreiben in den Aufnahmen deutlich nieder.

Ende 2000 gab es Verstärkung am Bass und am Schlagzeug bei ROKSTA zu verzeichnen. Schnell waren neue Lieder geschrieben und man fand sich im Februar 2001 erneut im Tonstudio wieder, um die Demo-CD “Jugendsünden” abzumischen. Aus Kostengründen waren die Instrumente in Eigenregie aufgenommen worden. Neben drei Coverversionen beinhaltet die CD 6 aus eigener Feder. Schon bald wurde es aufgrund der unterschiedlichen beruflichen Richtungen bzw. Studienpläne immer schwieriger zu proben. Das Hauptaugenmerk wurde deshalb auf die Produktion von besseren Demoaufnahmen gelegt. Aufgrund der kostspieligen Zeit im Tonstudio habe ich ab 2001 begonnen, mich intensiv für das Aufnehmen und Produzieren von Musik in den eigenen vier Wänden (George Walker Bush sagt dazu “homerecording”) zu interessieren. Das Geld was sonst für Studiozeit draufgegangen wäre, wurde nun in Aufnahmetechnik investiert.

Die lange Liste an neuen Songs, sowie der Wunsch einige “alte” Lieder neu aufzunehmen, führt 2002 und 2003 zur Veröffentlichung der beiden Demo-CD’s “Gott vergib Ihnen” und “Auf dem besten Weg ins Verderben”, auf denen sich einige Titel überschneiden. Obwohl ich beim Aufnehmen und Produzieren in den eigenen vier Wänden alle Fehler mache, die man als Anfänger auf diesem Gebiet nur machen kann, entstehen einige Lieder, die auch heute noch (wenn auch vielleicht in veränderter Form) zum Repertoire gehören. So findet sich z.B. eine alte Version des Liedes “Das Mädchen mit der Fahne” auf der CD von 2003. Eine Entwicklung bei den Songs, als auch bei den Texten ist deutlich zu erkennen, dennoch läßt die Aufnahmequalität noch sehr zu wünschen übrig! Abhilfe soll hier das Lesen von Fachbüchern und Anschaffung neuer Technik schaffen. 

Im Jahr 2004 wird die letzte Demo-CD als Trio veröffentlicht. Die unbetitelte CD beinhaltet auch einige Titel, die auf den aktuellen Demoaufnahmen “geteert und gefedert zu finden sind. Um dem Image einer knallharten Rock’n’Roll Band gerecht zu werden, schreibe ich nicht, daß der Ausstieg von Bassist und Schlagzeuger aufgrund von Zeitmangel (Beruf bzw. Studium) erfolgte, sondern denke mir eine Geschichte aus, die sich gewaschen hat. Und wie bei jeder anderen Band, die sich den harten Gitarrenklägen verschrieben hat, gehören auch bei ROKSTA Alkohol und Drogen zum guten Ton.

Die Drogenprobleme unseres Drummers liefen mit den Jahren immer mehr aus dem Ruder. Er nahm alles und davon viel. Ein Entzug in einer Reha-Klinik war unvermeidlich. Nach dessen vorzeitigem Abbruch, einer Verurteilung wegen Ladendiebstahls (zwei Kiwis und ein Lolli mit Erdbeergeschmack) sowie einer gescheiterten Methadon-Therapie in Hamburg, versucht er nun in einer betreuten Wohngemeinschaft für ehemalige Junkies ein geregeltes Leben aufzubauen. In meinen Augen ein hoffnungsloses Unterfangen, doch mal soll die Hoffnung nie aufgeben.

Unser Bassist entschied sich nach seinem Politikstudium für einen Einstieg in die Parteienlandschaft. Als politische Heimat hat er hierfür hat er die “Grauen Panther” auserkoren. Mit dem Spruch “Zukunft ist gut für uns alle!” plant er seinen Einzug in den Bundestag im Jahre 2006. Dafür mußte er sich allerdings von ROKSTA distanzieren, denn schließlich ist die 2. Strophe des Liedes B96 nicht mit dem Grundsatzprogramm der “Grauen Panther” vereinbar.

Ich selbst unterzog mich 2004 einem 2-wöchigen Alkohol- entzug. Seitdem trinke ich keinen Alkohol mehr, sondern nur noch Schnaps! Nichtsdestotrotz ist ROKSTA am Leben und erfreut sich bester Gesundheit. Im weitesten Sinne könnte man die Entwicklungen als ein “Zurück zu den Wurzeln” bezeichen. Dank dem Stand der Technik ist es heute ohne Weiteres möglich, allein im stillen Kämmerlein Musik zu schreiben, aufzunehmen und zu produzieren. Der Beweis ist die neue Demo-CD “geteert und gefedert”, die ich quasi als Soloprojekt in meinem kleinen Studio produziert habe. Ein Ende von ROKSTA ist aIso lange noch nicht abzusehen.:

2007 hatte das lange Warten auf ein neues Lebenszeichen endlich ein Ende! Anderweitige Verpflichtungen nahmen viel Zeit in Anspruch und verzögerten das Erscheinen der Platte “An der Grenze des Zumutbaren” ungemein. Besonders zeitraubend waren die Proben für Britney Spears’ Auftritt bei den MTV Video Music Awards. Das Management von Mrs. Spears war an ROKSTA herangetreten, um eine ausgefallene Bühnenshow zu erarbeiten. Als Verehrer des künstlerischen Schaffens dieser Dame konnte ich diese Bitte natürlich nicht abschlagen. Der Auftritt im September 2007 war ein voller Erfolg und ROKSTA konnte sich endlich um seine eigenen musikalischen Belange kümmern. Und so kam es, wie es kommen musste: Im Oktober 2007 erschien das neue Album “An der Grenze des Zumutbaren”.

*